Asbest ist ein Sammelbegriff für Materialien aus natürlich vorkommenden Silikat-Fasern. Noch vor einigen Jahrzehnten galt Asbest als innovatives Supermaterial: Es bietet hervorragende Isolationseigenschaften, eine hohe chemische Beständigkeit und geringe Entflammbarkeit – und ist günstig in der Anschaffung. Daher wurde es häufig in der Bauindustrie eingesetzt. Man findet es nicht nur in Dämmstoffen, sondern auch in Klebstoffen, Trockenbauinstallationen, Bodenbelägen, Anstrichen, usw.
In den letzten Jahren wurden jedoch die Gesundheitsrisiken, die mit den feinen Mineralfasern verbunden sind, offensichtlich: Beim Einatmen können sie in die kleinsten Strukturen der Lunge eindringen und schwere Erkrankungen, wie z.B. Asbestose (chronische Entzündung der Atemwege aufgrund einer Vernarbung des Lungengewebes) oder Lungenkrebs, verursachen. Daher ist Asbest seit den 1990er Jahren in der EU verboten.


Heißt das, dass man in alten Gebäuden kein Asbest mehr findet?

Offensichtlich NEIN: EU-Regulierungen können nicht verhindern, dass Asbest in älteren Gebäuden weiterhin vorhanden ist. Es muss daher bei Sanierungs- oder Abrissarbeiten berücksichtigt werden: Eine detaillierte Untersuchung des Asbestgehalts ist entscheidend – kontaminierte Bauteile müssen fachgerecht über spezialisierte Entsorgungsstellen entsorgt werden und dürfen nicht wiederverwendet oder weiterverarbeitet werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.


Kann man sicher sein?

Da die typischen Abmessungen von Asbestfasern im Bereich weniger Mikrometer liegen, sind sie mit bloßem Auge nicht erkennbar. Es stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um zu prüfen, ob ein Material mineralische Fasern enthält oder nicht. Am häufigsten wird die Analyse mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) angewandt: Hochauflösende Bilder ermöglichen die Identifizierung kleinster Fasern, und die integrierte EDX-Analyse (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) wird genutzt, um die chemische Zusammensetzung zu bestimmen (d. h. um nachzuweisen, ob mineralische Fasern vorliegen).

Wie kann AAC unterstützen?

Die Gruppe für mikrostrukturelle Analysen verfügt über das Knowhow und die Ausrüstung, um eine fachgerechte Untersuchung von Materialproben zur Bestimmung des Asbestgehalts durchzuführen. Sobald wir die Probe eines verdächtigen Baumaterials erhalten, bereiten wir diese für eine SEM-Analyse vor. Die hochauflösenden Bilder ermöglichen die Identifizierung der Mineralfasern und damit die Bestätigung eines möglichen Asbestgehalts. Da wir diese Untersuchungen regelmäßig durchführen, können wir schnelle Ergebnisse zu erschwinglichen Kosten anbieten.
Bei geplanten Sanierungs- oder Abrissarbeiten an alten Gebäuden wird dringend empfohlen, den Asbestgehalt zu prüfen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden. AAC ist Ihr erfahrener Partner für diese Analyse. Zögern Sie nicht, uns für weitere Informationen zu kontaktieren.

 


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